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Menschenrechte in Salzburg 07/2025

 

  • Zwischen Wartelisten und Obdachlosigkeit: Salzburgs Wohnproblem wächst
  • Die stille Ungleichheit der Klimakrise
  • Notverordnung zum "Stopp" der Familienzusammenführung
  • Bitte unterschreiben: Für die Schließung des isolierten Rückkehrzentrums am Burglkopf
  • HPV: Impfaktion wird verlängert 
  • One Ball for All – Interkulturelles Frauenteam in Salzburg 
  • Bitte unterschreiben: EU Finanzierungslücke für Biodiversität schließen!
  • Kritik an Bezahlkarte: Grüne warnen vor Ausgrenzung und Integrationshürden
  • International – kurz gemeldet
     

Zwischen Wartelisten und Obdachlosigkeit: Salzburgs Wohnproblem wächst

Die Wohnkrise in Salzburg hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Menschen in Wohnungsnot um 18 Prozent gestiegen, die Obdachlosigkeit hat sich nahezu um 65 Prozent erhöht. Besonders betroffen sind Migrant:innen, Menschen mit Behinderungen, psychisch erkrankte Personen und ältere Menschen. Viele warten Monate oder sogar Jahre auf geeigneten Wohnraum oder einen Pflegeplatz. Immer häufiger können Patient:innen nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden, weil es an verfügbaren und ausreichend betreuten Pflegebetten mangelt. Gleichzeitig melden Krankenhäuser eine steigende Zahl sogenannter „Langlieger:innen“, die nicht entlassen werden können, weil ihre Wohnsituation ungeeignet ist oder sie gar keinen Wohnraum haben. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 wurden 180 solcher Fälle registriert. Zur selben Zeit warteten 370 Personen auf einen Pflegeheimplatz in der Stadt Salzburg, nicht weil keine Plätze vorhanden wären, sondern weil sie aufgrund von Personalmangel nicht belegt werden können. Besonders prekär ist auch die Lage einiger ukrainischer Geflüchteter, die nicht unter das reguläre Grundversorgungssystem fallen. In den letzten Wochen wurde mehrfach beobachtet, dass ukrainische Familien mit Kindern rund um den Salzburger Hauptbahnhof im Freien übernachten mussten, ohne Zugang zu Unterkunft, Betreuung oder staatlicher Unterstützung. Die Landesregierung bestätigt, dass größere ukrainische Familien immer wieder in Salzburg ankommen, mangels verfügbarer Kapazitäten jedoch meist in andere Bundesländer oder Nachbarstaaten weiterziehen müssen. Hilfsorganisationen und engagierte Einzelpersonen fordern rasche, koordinierte Maßnahmen, um diesen Menschen zumindest einen sicheren Schlafplatz und grundlegende Versorgung zu garantieren. Seit Juni 2025 läuft eine strukturierte Bedarfsanalyse, die Versorgungslücken aufzeigen und zukünftige Investitionen lenken soll. Einige Maßnahmen sind bereits in Umsetzung: neue Wohngruppen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, der Ausbau ambulanter Dienste sowie der Bau neuer Pflegeeinrichtungen. Doch viele dieser Projekte werden erst in mehreren Jahren fertiggestellt sein. Kritiker:innen warnen, dass diese Schritte angesichts des Ausmaßes der Krise zu langsam und zu begrenzt sind. Die Schnittmenge von Klimawandel, demografischem Wandel und wachsender sozialer Ungleichheit erfordert mehr als befristete Maßnahmen oder Pilotprojekte. Sie verlangt politischen Mut, langfristiges Denken und substanzielle öffentliche Investitionen. Der Zugang zu sicherem und würdigem Wohnraum sowie zu verlässlicher Pflege ist keine rein organisatorische Aufgabe, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Menschenrechte. Jetzt braucht es ein klares Bekenntnis zu einer langfristigen und inklusiven Planung, die die Bedürfnisse der am stärksten betroffenen Menschen in den Mittelpunkt stellt und das grundlegende Recht auf Wohnen, Pflege und gesellschaftliche Teilhabe für alle schützt.

 

Die stille Ungleichheit der Klimakrise

Der Klimawandel wirkt wie ein Brennglas, das bestehende Ungleichheiten verstärkt und neue Formen von Ausschluss schafft. Menschen mit geringem Einkommen, ältere Personen, Kinder und Menschen mit Behinderungen haben oft keinen Zugang zu klimatisierten Räumen, ausreichender Gesundheitsversorgung oder sicheren Wohnverhältnissen. Auch in sozialen Einrichtungen wie Pflegeheimen fehlt es oft an baulichen und personellen Ressourcen, um Hitzeereignissen angemessen zu begegnen. Laut dem Salzburger Stadtklimabericht 2024 ist die nächtliche Abkühlung in stark versiegelten Gebieten unzureichend, was das Risiko für hitzebedingte Erkrankungen und Kreislaufprobleme deutlich erhöht. Ältere Menschen sind davon besonders betroffen. In der Stadt Salzburg sind bereits über 21 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Viele von ihnen leben allein oder in Gebäuden ohne moderne Dämmung, Kühlung oder ausreichende Belüftung. Die Studie empfiehlt daher gezielte Investitionen in hitzeangepasstes Bauen, grüne Infrastruktur und klimatisch wirksame Ausgleichsräume, insbesondere in stark belasteten Stadtteilen. Begrünte Flächen, Parks und Frischluftschneisen wie jene im Bereich Glasenbachklamm oder Guggenthal spielen eine zentrale Rolle für die nächtliche Kaltluftversorgung. Es ist offensichtlich, dass wir die Klimakrise nur wirksam bewältigen können, wenn wir sie aus einer intersektionalen Perspektive betrachten. Nur so lassen sich Lösungen finden, die jene Menschen schützen, die am stärksten gefährdet sind.

 

Notverordnung zum "Stopp" der Familienzusammenführung

Mit Beginn des Juli ist in Österreich die Notverordnung zur Aussetzung der Familienzusammenführung in Kraft getreten, die Flüchtlingen mit subsidiärem Schutz auf unbestimmte Zeit untersagt, mit ihren Ehepartnern und Kindern zusammenzuleben. Nur wenige Wochen zuvor hatte Deutschland eine nahezu identische Maßnahme erlassen. Rechtsexperten und Menschenrechtsorganisationen bewerten diese Verordnung sowohl rechtlich als auch moralisch als nicht haltbar. Sie verstößt unmittelbar gegen die EU-Richtlinie zur Familienzusammenführung (2003/86/EG), die das Recht von Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten garantiert, mit ihren Familien zusammenleben zu dürfen. Darüber hinaus untergräbt sie die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, welche das Recht auf Familienleben sowie die Rechte von Kindern schützt. Die österreichische Regierung rechtfertigt diese Maßnahme mit der Behauptung eines „nationalen Notstands“. Doch Rechtsexperten und zivilgesellschaftliche Organisationen sind sich einig: Von einem Notfall kann keine Rede sein – vielmehr handelt es sich um eine politisch inszenierte Rechtfertigung zur Verletzung fundamentaler Rechte.

 

Bitte unterschreiben: Für die Schließung des isolierten Rückkehrzentrums am Bürglkopf

Das Rückkehrzentrum Bürglkopf in der Tiroler Marktgemeinde Fieberbrunn liegt abgeschieden auf 1.300 Metern Höhe – Symbol einer unmenschlichen "Aus den Augen, aus dem Sinn"-Politik. Isoliert, entrechtet und fernab jeder Zivilisation leben dort Geflüchtete unter Bedingungen, die tiefgreifende seelische Schäden hinterlassen – oft mit irreparablen Folgen. Die Bewohner:innen werden in der Unterbringung von der gesellschaftlichen Teilhabe abgehalten, auf unbestimmte Zeit von ihren Angehörigen getrennt und zum Nichtstun gezwungen. Die einzige Möglichkeit zur Beschäftigung ist "gemeinnützige Arbeit" für die Gemeinde, die lediglich mit 1,60€ pro Stunde vergütet wird – ein Hohn in einem reichen Land wie Österreich. Unterstütze jetzt die Petition zur Schließung des Rückkehrzentrums Bürglkopf.

 

HPV: Impfaktion wird verlängert 

Humane Papillomaviren - kurz HPV - können Krebsvorstufen und Krebs verursachen. Eine Impfung kann das Risiko einer Erkrankung um bis zu 90 Prozent senken. Die Impfaktion für Personen zwischen 21 und 30 Jahren gilt bis Ende 2025, die zweite Impfdosis wird bis 30. Juni 2026 kostenlos bleiben. Mehr Informationen finden Sie hier. HPV-Impfaktion im Überblick:

  • für alle vom 21. bis zum 30. Geburtstag
  • gratis bis zum 31. Dezember 2025, kostenlose Folgeimpfungen bis Ende Juni 2026
  • mindestens sechs Monate Abstand zwischen erster und zweiter Dosis bei Impfbeginn vor dem 30. Geburtstag
  • bei den Gesundheitsämtern und bei vielen niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Fachärzten

 

One Ball for All – Interkulturelles Frauenteam in Salzburg 

Du suchst Bewegung, Gemeinschaft und Spaß ohne Leistungsdruck? Dann bist du bei „One Ball for All“ genau richtig! Wir sind ein interkulturelles Hobby-Frauenteam in Salzburg für alle ab 14 Jahren – ganz ohne Altersgrenze. Vorkenntnisse brauchst du keine, wir bringen dir alles bei! Unsere Trainings sind mehrsprachig, offen und inklusiv. Bei uns geht es nicht nur um Fußball, sondern auch um Zusammenhalt, Frauenpower und interkulturellen Austausch. Schau einfach vorbei und mach mit – ganz unverbindlich! Mehr Infos findest du hier.

 

Bitte unterschreiben: EU Finanzierungslücke für Biodiversität schließen!

Über 80 % der Lebensräume in der EU sind in einem schlechten Zustand – trotzdem bleiben die öffentlichen Mittel für den Schutz der biologischen Vielfalt viel zu gering. Scientists for Future Österreich und das IIASA Biodiversity and Natural Resources Program fordern deshalb in einem gemeinsamen Appell an die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten deutlich mehr Investitionen in Biodiversität im nächsten EU-Haushalt ab 2028. Der Appell betont: Nur mit gezielter Finanzierung, starken Schutzmechanismen und wirksamen Programmen wie LIFE kann der Verlust der Artenvielfalt gestoppt und eine nachhaltige Zukunft für Europa gesichert werden. Lies den Appell und unterzeichne hier.

 

Kritik an Bezahlkarte: Grüne warnen vor Ausgrenzung und Integrationshürden

Ab Mitte Juli soll in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark eine Bezahlkarte für Asylwerber:innen eingeführt werden. Diese Maßnahme wird von den Salzburger Grünen scharf kritisiert. Integrationssprecherin Kimbie Humer-Vogl betont, dass der Zugang zu Bargeld eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist. Wer Geflüchteten diesen Zugang verwehrt, erschwert nicht nur ihren Alltag, sondern behindert auch ihre Integration. Die Bezahlkarte sei eine teure Scheinlösung mit hohem bürokratischem Aufwand und ohne nachweisbare Wirkung. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass solche Systeme kaum die erhofften Effekte bringen. Humer-Vogl sieht in der Bezahlkarte reine Symbolpolitik der FPÖ. „Es wird überall gespart – bei Pflege, Heizen und Kinderbetreuung. Aber wenn es darum geht, Menschen das Leben schwerer zu machen, ist plötzlich Geld da.“ Die Grünen fordern stattdessen echte Maßnahmen zur Förderung von Integration, etwa durch niederschwellige Deutschkurse und gezielte Projekte zur Arbeitsmarktintegration. Wer Menschen ausgrenzt, verhindert am Ende Integration.

 

International – kurz gemeldet

One Big Beautiful Bullshit Act: Ein kritischer Essay über die globale Rolle von Macht und Täuschung – jetzt lesen auf humanismus.at

 

Workshops & Beratung

 

Knackpunkt - Selbstbestimmt Leben Salzburg

Knackpunkt bietet Unterstützung durch Beraterinnen, die selbst mit einer Behinderung leben und ihre Erfahrungen weitergeben. Die Beratung erfolgt vertraulich und richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an Angehörige, Freundinnen und Kolleg:innen. Dieses Angebot steht allen Menschen in Stadt und Land Salzburg zur Verfügung und ist kostenlos. Beratungen sind auch außerhalb der regulären Bürozeiten möglich – eine Terminvereinbarung wird empfohlen. Für Rückfragen oder Terminvereinbarungen können Sie das Team telefonisch erreichen unter den Nummern 0677 614 264 95 oder 0677 631 270 31, jeweils montags und mittwochs von 8 bis 12 Uhr. Falls niemand erreichbar ist, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht auf der Mailbox, und das Team wird sich schnellstmöglich bei Ihnen zurückmelden. Alternativ können Sie auch eine E-Mail an info@knackpunkt-salzburg.at senden.

 

Digitale Erstberatung: Gemeinsam den Zugang zum Recht erleichtern!

Hast du Fragen zu Diskriminierung am Arbeitsplatz, im Wohnbereich oder beim Zugang zu Dienstleistungen? Die Gleichbehandlungsanwaltschaft bietet eine kostenlose digitale Erstberatung an! Hier erhältst du unkompliziert und vertraulich erste rechtliche Informationen zu deinen Rechten und möglichen nächsten Schritten. Mit dieser österreichweiten Plattform gibt es erstmals eine zentrale Anlaufstelle, die dennoch lokale Informationen bereitstellt. So wird der Zugang zum Recht erleichtert – ganz unabhängig davon, wo man wohnt.

Jetzt ausprobieren.

 

Sprechtage der Bundes-Behindertenanwältin 
Regelmäßig finden Sprechtage der Bundes-Behindertenanwältin Mag.a Christine Steger statt. Die Behindertenanwältin Mag.a Christine Steger das Büro der Behindertenanwältin beraten und unterstützen Menschen mit Behinderungen, wenn sie glauben, dass sie wegen einer Behinderung diskriminiert werden. 

📅  Mittwoch, 30. Juli 2025

⏰ 16:00 - 18:00 Uhr

📍 Online

📩 Anmeldung und weitere Infos  

 

Workshops von Asyl bis Hate Crime

Die Plattform bietet Workshops in Schulen zu verschiedenen Aspekten von Menschenrechten an. Themen sind auf Basis vom Salzburger Kompass Menschenrechte beispielsweise Anti-Diskriminierungs-Arbeit, Flucht & Asyl oder Hate Crime. Dank der Unterstützung der Stadt Salzburg kann ein Teil dieser Workshops kostenfrei durchgeführt werden. Infos und Anmeldungen.

 

Beratung bei Diskriminierung in Salzburg

Die Anti-Diskriminierungsstelle in der Stadt Salzburg bietet rechtliche Abklärung sowie Beratung und Begleitung für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Erreichbar ist die AD-Stelle zur offenen Beratung persönlich, per Mail oder telefonisch am Mittwoch von 09.00 bis 12.00 Uhr und am Donnerstag von 15.00 bis 18.00 Uhr (0676/8746 6979, office@antidiskriminierung-salzburg.at). Das Angebot ist kostenfrei.

 

Decolonizing Salzburg

Das AAI Salzburg möchte in Salzburg koloniale und imperiale Vergangenheiten und Kontinuitäten thematisieren, Wissen darüber vernetzen und Impulse für einen Dekolonisierungsprozess geben. Mit einem ersten Round Table Decolonizing Salzburg hat im Juni dieser Prozess begonnen. Daran nahmen viele interessierte Vertreter:innen von universitären und kirchlichen Einrichtungen, NGOs, Einrichtungen der Stadt Salzburg und Museen, sowie weitere Akteur:innen mit Expertise zum Thema teil. Inspiriert vom Handlungswillen der Teilnehmer:innen freuen wir uns diesen Decolonizing Salzburg Prozess vernetzt und gemeinsam weiterzuführen. Informationen zu geplanten Aktivitäten und anstehenden Terminen: maia.loh@aai-salzburg.at

 

FairMATCHING

Der Verein fairMATCHING bietet vielfältige Beratungsangebote für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, insbesondere in den Bereichen Arbeitsvermittlung und Empowerment. Zudem organisiert fairMATCHING regelmäßig Veranstaltungen zu Themen wie Ausbildung und Arbeitsmarktintegration. Ein zusätzliches Angebot ist die kostenlose psychosoziale Beratung, die in einer vertraulichen und druckfreien Atmosphäre stattfindet – für alle, die ein bisschen oder mehr Deutsch sprechen. Für detaillierte Informationen zu aktuellen Angeboten und Veranstaltungen besuchen Sie bitte die Website von fairMATCHING.

 

Selbstbewusst für Institutionen – Unterstützung für Ihre Arbeit

Die Fachstelle Selbstbewusst bietet Institutionen wertvolle Unterstützung in den Bereichen Gewaltprävention, Sexualpädagogik und Kinderschutz. Sie helfen bei der Erstellung von Kinderschutzkonzepten, bieten Teamfortbildungen und unterstützen mit Lehrgängen für Kinderschutzbeauftragte. Für mehr Infos und Angebote besuchen Sie Selbstbewusst für Institutionen.

 

 

Tipps und Termine

 

Förderung von Schulveranstaltungen

Das Land Salzburg fördert die Kosten von Schulveranstaltungen jeglicher Art bis zu 300 Euro jährlich pro Schülerin bzw. Schüler. Anträge für Veranstaltungen, die 2025 stattfanden bzw. noch stattfinden, können bis 1. Dezember 2025 eingereicht werden. Anspruchsberechtigt sind Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern aller Schulformen mit Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg bei Unterschreiten bestimmter Einkommensgrenzen. Weitere Details finden Sie hier.

 

Nähstube eröffnet!

Im ABZ – Haus der Möglichkeiten hat eine neue Nähstube eröffnet! Alle, die gerne nähen oder es gemeinsam mit anderen lernen möchten, sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen. Die Nähstube bietet Nähmaschinen, Zubehör, Stoffe und ausreichend Platz zum kreativen Arbeiten – egal ob für eigene Projekte oder zum Nähen für andere. 

📅 jeden Montag und Mittwoch sowie nach Vereinbarung.

⏰ 9:00 bis 12:00 Uhr

📍 ABZ – Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, Salzburg-Itzling

 

Filmtipp: HAPPY 

Für den indischen Geflüchteten Happy Singh hat sich der Traum von einem besseren Leben in Österreich nicht erfüllt. Ihm droht eine Abschiebung, was bedeuten würde, dass er seine neun-jährige Tochter nicht mehr wiedersehen wird. Um sich doch noch für Aufenthalts- und Sorgerecht zu qualifizieren, gibt er seinen Job als Zeitungsverkäufer auf und beginnt als Essenslieferant zu arbeiten. Die Hoffnung, dadurch seiner Tochter nahe sein zu können, motiviert ihn, trotz aller Schwierigkeiten. Das packende Sozialdrama des indisch-österreichischen Regisseurs Sandeep Kumar macht die prekären Lebensumstände geflüchteter Menschen mit neorealistischer Kameraarbeit auf bewegende Weise sichtbar. Mehr Informationen finden Sie hier. 
📅 Mittwoch, 9. Juli 2025
⏰ 17:30 Uhr
📍 Das Kino Salzburg, Giselakai 11

 

Sommerkino in Itzling: We, Me

Vier ineinander verwobene Geschichten erzählen in dieser Tragikomödie von Flucht, Migration und unseres und Europas alltäglichen Umgangs damit. Marie, eine junge Freiwillige, fährt ans Mittelmeer, um zu helfen. Der halbstarke Marcel gründet einen Geleitschutz für Frauen aus Angst vor angeblichen übergriffigen Migranten. Die Redakteurin Petra nimmt einen minderjährigen Flüchtling bei sich auf. Und der Asylheimleiter Gerald wird von einem seiner Schützlinge auf eine harte Probe gestellt. ME, WE – das ist das kürzeste Gedicht aller Zeiten und bringt die Realitäten der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft auf den Punkt: Wer bin ich, und wer kann ich sein – und sind die anderen wirklich so anders? Von diesen Erfahrungen, die wir mit unserer Begeisterung und Naivität, mit unserer Skepsis und Ohnmacht machen, erzählt der Film und fokussiert dabei auf die feinen Zwischentöne, die dieses vielfältige Zusammenleben für alle bedeutet. Barrierefrei zugänglich, Radstönder und Parkplatze vorhanden. Bringt eure Picknickdecke, Snacks und Getränke mit! Bei Schlechtwetter findet die Vorstellung im ABZ drinnen statt.

📅 Freitag, 11. Juli 2025
⏰ 21:00 Uhr
📍 ABZ – Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, Salzburg-Itzling

 

Neuer Lehrgang: “Wenn’s kracht” startet im Herbst

Konflikte gehören zum Alltag von pädagogischen Fachkräften. Doch wenn sie eskalieren, langwierig und kräftezehrend werden, destabilisieren sie das soziale Umfeld. Sie lassen die Betroffenen in Gefühlen wie Hilflosigkeit, Ohnmacht oder Erschöpfung zurück. Der Wunsch nach deeskalierenden Ansätzen wird immer dringlicher. Der Lehrgang „Wenn’s kracht“ vom Friedensbüro vermittelt praxisnahe Methoden zur Deeskalation und Stabilisierung – fundiert, erfahrungsorientiert und alltagstauglich. Im Mittelpunkt stehen die Haltungen und Techniken der Neuen Autorität und Neurodeeskalation.  Beim Online-Infoabend erhalten Sie einen kompakten Einblick in Inhalte, Ziele und Ablauf des Lehrgangs, der im November 2025 startet.
📅 Mittwoch, 11. Juni 2025

⏰ 18:00 Uhr


📍Online via Zoom (Der Link wird nach erfolgter Anmeldung zugesandt)

📩 Anmeldung und weitere Infos

 

Vernetzungstreffen: Wie schaffen wir mehr Lust auf Klimaschutz?

Beim Vernetzungstreffen von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsinitiativen in und rundum Salzburg geht es um einen Austausch über die jeweiligen Ansätze und Methodenfür zukunftsfähige Alternativen zum Status Quo und auch darum, wie wir als SalzburgerBildungswerk Ihre Initiativen möglicherweise unterstützen können. Ziel ist es, von den Erfahrungen aller zu lernen und miteinander Lösungen weiterzu-entwickeln. Diesmal wird es zunächst via Zoom einen Impuls zu gelingender Klimakommunikationvon Lukas Strasser MSc von „Hallo Klima“ in Wien geben: Klimageschichten erzählt. Wie schaffen wir durch Zukunftsvisionen & Storytelling mehr Lust auf Klimaschutz? Anschließend wird Zeit sein, den Aktionstag am 16. Mai zu reflektieren und zu zelebrieren. Zwei Initiativen aus der Runde stellen ihr nachhaltiges Engagement genauer vor: derÖsterreichische Alpenverein – Sektion Salzburg und die Grandparents For Future.

📅 Freitag, 11. Juli 2025
⏰ 16:00 – 19:00 Uhr
📍 Salzburger Bildungswerk, Tagungsraum 2. Stock
📩 Anmeldung an: sabrina.riedl@sbw.salzburg.at

 

Kulinarisches Peru

Die „Empanadas“ sind eine Spezialität aus Lateinamerika. Dort erfreuen sich die gefüllten Teigtaschen in vielfältigen Variationen als kleiner Imbiss oder als eigenständige Mahlzeit großer Beliebtheit.
An diesem Vormittag kochen wir gemeinsam, lernen etwas über das Land Peru (und seine Küche) und genießen anschließend unsere Empanadas (gekocht nach authentisch peruanischem Rezept) und eine selbstgemachte Sangria.

📅 Dienstag, 15. Juli 2025
⏰ 09:30 – 13:30 Uhr
📍 Evangelisches Zentrum Salzburg, Christuskirche
💸 Kosten: 10 € Lebensmittel + 10 € Kursgebühr
📩 Anmeldung bis 08.07. an: einewelt@christuskirche.at oder 0699/18877582 (Pfrin. Wiedermann)

 

Einladung zum Kunstprojekt: Temporäres Wandgemälde mit Los Subterráneos

Das mexikanische Künstlerkollektiv Los Subterráneos mit den Künstlern Eric Pozos, Damián Jiménez und Misael Becerril verwandelt die Fassade des Bewohnerservice Lehen in ein temporäres Kunstwerk. Gemeinsam mit Jugendlichen und lokalen Künstler:innen entstehen kraftvolle Botschaften zu Empowerment, Gleichberechtigung und Gewaltprävention. Am 16. Juli erwartet Sie folgendes Programm: Von 15:00 bis 15:15 Uhr findet die Begrüßung und Projektvorstellung statt. Anschließend, von 15:15 bis 18:00 Uhr, können Sie die Gestaltung des Wandgemäldes miterleben und dabei die Entstehung eines einzigartigen Kunstwerks verfolgen. Das Angebot richtet sich an Bewohner:innen des Stadtteils Lehen, Jugendliche und Familien, Kunstinteressierte sowie alle, die sich für Gleichberechtigung und Gewaltprävention engagieren

📅 Mittwoch, 16. Juli 2025
⏰ 15:00 – 19:00 Uhr
📍 Bewohnerservice Lehen, Strubergasse 27A, Salzburg

 

Café der Kulturen: Begegnung und Kulturaustausch

Das Café der Kulturen lädt jeden ersten und dritten Freitag im Monat zu interkulturellem Austausch, gemeinsamen Aktivitäten und geselligem Beisammensein ein. Am 18. Juli 2025 haben Sie die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen und verschiedene Kulturen zu erleben. 

📅 Freitag, 18. Juli 2025
⏰ 16:00 – 18:00 Uhr 
📍 ABZ – Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, Salzburg-Itzling
📩 Anmeldung: abz@eds.at oder 0676 8746 6659

 

Sprachcafé – Miteinander Deutsch lernen

Alle zwei Wochen, jeweils freitags von 15:30 bis 16:30 Uhr, können Menschen in lockerer Atmosphäre ihre Deutschkenntnisse verbessern und mit anderen ins Gespräch kommen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Das Angebot richtet sich an alle, die sich im Deutschen sicherer fühlen möchten – begleitet von engagierten Betriebsseelsorger:innen, die beim Üben unterstützen.

📅 Freitag, 11. & 25. Juli 2025
⏰ 15:30–16:30 Uhr
📍 ABZ – Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, Salzburg

 

Lehrgang Leichte Sprache | Start am 14. November 2025 

Beinahe 30 Prozent der Bevölkerung in Österreich können nicht ausreichend lesen. Besonders für diese Menschen sind verständliche Informationen eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Konzepte Leichte Sprache und Einfache Sprache können hier helfen. Leichte Sprache bezeichnet eine leicht reduzierte Form des Deutschen, die für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten entwickelt wurde. Die Einfache Sprache richtet sich hingegen an ein breites Zielpublikum. Einfache Sprache ist weniger stark vereinfacht, achtet aber auf Klarheit und Verständlichkeit. Beide Konzepte zielen darauf ab, Texte so zu gestalten, dass sie möglichst viele Menschen verstehen. Sowohl für die Einfache Sprache als auch für die Leichte Sprache gibt es seit Kurzem DIN-Normen. Hier findest du alle Infos zum Lehrgang und kannst dich direkt anmelden.

📅 14.11.2025 - 15.11.2025

💸 Beitrag: € 960,- für den gesamten Lehrgang, inklusive Unterlagen und Kaffee in den Pausen.

📩 Anmeldung und weitere Infos

 

 

Apropos. Menschenrechte und Region, nicht vergessen im Juli wieder Apropos zu lesen.

 

Wer ein regionales menschenrechtliches Thema, Information oder eine Veranstaltung in den Newsletter einbringen möchte, gerne mit kurzer Beschreibung unter office@menschenrechte-salzburg.at melden.  

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Plattform für Menschenrechte

c/o Kirche und Arbeitswelt
Kirchenstraße 34, A-5020 Salzburg
+43 676 3611 232, office@menschenrechte-salzburg.at

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